Arbeitsblatt: Ursachen 1. Weltkrieg

Material-Details

Die SuS bearbeiten mit den AB die Ursachen des 1. WK und beschäftigen sich mit den Ausgangslagen in den beteiligen Ländern
Geschichte
Neuzeit
8. Schuljahr
6 Seiten

Statistik

212415
18
0
23.03.2025

Autor/in

Adrian Bechtiger
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

Downloads Arbeitsblätter / Lösungen / Zusatzmaterial

Die Download-Funktion steht nur registrierten, eingeloggten Benutzern/Benutzerinnen zur Verfügung.

Textauszüge aus dem Inhalt:

Der 1. Weltkrieg – Ursachen Bündnispolitik Setze folgende Begriffe in die passenden Kästchen Grossbritanniens Wilhelm (ab 1890) Sicherung Deutschlands Einkreisung Frankreichs Konfliktvermeidung Bismarck (bis 1890) Aggressive Einmischung Aussenpolitik Vor dem ersten Weltkrieg haben verschiedene Länder untereinander Bündnisse geschlossen. Bei Kriegsausbruch standen sich die Länder der Triple Entente und die Länder der Mittelmächte als Feinde gegenüber. Welche Länder gehörten zu diesen beiden Bündnissen? Triple Entente Mittelmächte Male die Länder der Bündnisse aus. (Länder Triple Entente eine Farbe, Länder Mittelmächte andere Farbe). Beschrifte die Länder. Die Lage in Europa vor dem 1. Weltkrieg Grossbritannien GB war das reichste Land Europas. Es verdankte seinen Reichtum der Industrie und dem Handel. In der ganzen Welt gab es britische Fabriken, Eisenbahngesellschaften und andere Unternehmen. Allerdings leisteten die USA und das Deutsche Reich bei der Stahl- und Eisenproduktion bereits mehr. Die Macht lag beim Parlament – also bei den vom Volk gewählten Politikern. Der König genoss grosses Ansehen, hatte aber keinen grossen Einfluss mehr. England hatte am meisten Kolonien und einigte sich mit Frankreich über die Gebietsaufteilung in Afrika. Die Engländer versuchten Konflikte zu vermeiden, um ihre Stellung als mächtiges Land in Europa und der Welt zu sichern. Eine Ausnahme gab es: GB war die grösste Seemacht und hatte viele Kriegsschiffe. Als auch Deutschland eine Seemacht werden wollte, kam es zu einem Wettrüsten, wodurch die Stimmung zwischen den Ländern noch feindlicher wurde. Frankreich Frankreich lag in der industriellen Entwicklung eher zurück. Dagegen blühte seine Landwirtschaft. Einen Kaiser oder König gab es seit 1870 nicht mehr. Das Volk wählte Politiker für das Parlament und dieses wählte eine Regierung für das Land. 1870/71 erlitt Frankreich eine Niederlage im Krieg gegen das Deutsche Reich und verloren deswegen das Gebiet von Elsass-Lothringen an die Deutschen. Seit damals herrschte zwischen Frankreich und Deutschland eine grosse Rivalität und man wollte das verlorene Gebiet irgendwann wieder zurückgewinnen. Frankreich sah ein, dass es gegen Grossbritannien militärisch und in Bezug auf die Kolonien keine Chance hatte, Hauptgegner war somit klar Deutschland. Als Verstärkung suchte man die Freundschaft mit Grossbritannien und Russland. (Übersicht Bündnisse siehe separates Blatt) Russland In Russland begann die Industrialisierung erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Das Land gehörte zum grossen Teil adeligen Grundbesitzern und die Bauern waren arm, unterdrückt und unzufrieden. Russland hatte also im eigenen Land grosse Probleme. Der Herrscher war Zar (Kaiser) Nikolaus II. In Russland hatten aber auch die Kirche, die Armee und die Polizei grossen Einfluss. Es gab auch ein Parlament, das jedoch fast keine Macht hatte. Die meisten Russen gehören wie die Menschen auf den Balkan zur Volksgruppe der Slawen. Russland fühlte sich deshalb mit den Balkan-Ländern verbunden (z.B. mit Serbien) und wollte dort seinen Einfluss vergrössern. Das passte Österreich-Ungarn und dem Osmanischen Reich und dem Osmanischen Reich (heute Türkei) aber nicht, da sie genau das gleiche vorhatten. Zudem war Österreich-Ungarn mit dem Deutschen Reich verbündet. Somit kam es zu Spannungen zwischen Russland und all diesen anderen Staaten. Russland suchte deswegen Unterstützung und verbündete sich mit Frankreich und Grossbritannien. Deutsches Reich 1870 gewann Preussen, zusammen mit anderen kleineren Staaten wie z.B. Bayern, einen Krieg gegen Frankreich. Die Siegerstaaten schlossen sich dann 1871 zum Deutschen Kaiserreich zusammen. Seit der Gründung befand sich das Deutsche Reich in steilem wirtschaftlichem Aufstieg. Die Industrieanlagen waren sehr modern und die Löhne tief. Deswegen konnte Deutschland Waren zu sehr tiefen Preisen ins Ausland verkaufen und war somit eine grosse Konkurrenz für England. Im Deutschen Reich wählte das Volk zwar ein Parlament (den Reichstag), die viel grössere Macht lag jedoch bei Kaiser Wilhelm II. Er konnte z.B. Armee und die Flotte mit den Kriegsschiffen direkt kommandieren. Wilhelm II wirkte in seinen Reden oft etwas angeberisch, war aber in Wirklichkeit ein unsicherer und wenig entscheidungsfreudiger Herrscher. Alles Militärische genoss grosses Ansehen, wer konnte, trug eine Uniform. Auch das zivile Leben wurde möglichst militärisch geordnet (z.B. die Schulregeln). Im Deutschen Reich herrschte ein grosser Patriotismus. Man fühlte sich den anderen Mächten überlegen und wollte deshalb unbedingt noch mehr Kolonien und wie England eine grosse Flotte mit Kriegsschiffen. Wegen diese Grossmachtstreben kam es immer wieder zu Spannungen und Konflikten zwischen dem Deutschen Reich und Grossbritannien Frankreich. Dafür pflegte man zum Bündnispartner Österreich-Ungarn gute Beziehungen. (Übersicht Bündnisse siehe separates Blatt) Österreich-Ungarn Das Kaiserreich Österreich-Ungarn umfasste ein grosses Gebiet mit vielen Völkern und zahlreichen Sprachen. Oft streben diese Völker aber die Unabhängigkeit von ÖU an oder wollten sich einem Staat auf dem Gebiet des Balkans anschliessen. Vor allem die Serben sahen es gar nicht gerne, dass Österreich-Ungarn immer mehr Gebiete auf dem Balkan kontrollieren wollte. Denn einige Serben wollten alle Gebiete, in denen Serben lebten, mit dem Königreich Serbien verbinden. Dazu gehörte z.B. der südliche Teil von ÖU. Deshalb sah ÖU Serbien als Bedrohung an. Irgendwann, so dachte man, müsse man Serbien deshalb einen Denkzettel verpassen, z.B. mit einem Militärschlag. Damit wäre aber Russland gar nicht einverstanden gewesen, weil sie bestimmen wollten, was in Serbien und im Balkan geschieht. In einem Kriegsfall hätte aber Deutschland seinen Bündnispartner Österreich-Ungarn unterstützt. (Übersicht Bündnisse siehe separates Blatt) Insgesamt war das grosse Reich ÖU aber am zerfallen und der damals schon alte Kaiser Franz Ferdinand war nicht fähig, etwas Wirkungsvolles dagegen zu unternehmen. Das Osmanische Reich Das Osmanische Reich wurde von den Türken beherrscht und war ab dem Mittelalter lange Zeit eine Grossmacht. Seit dem 18. Jh. verlor das Reich aber ein Gebiet nach dem anderen. Grund: Die Armee wurde nicht mehr modernisiert und die Balkanstaaten wollten unabhängig werden. Aus diesem Grund nannte man das immer schwächer werdende Osmanische Reich auch den „kranken Mann am Bosporus (Bosporus Gebiet, wo z.B. auch Istanbul liegt). Bündnissysteme Zwischen den europäischen Grossmächten gab es immer wieder Streit, wer in welchen Kolonien wieviel Einfluss haben darf. Auch die Frage, welcher Staat das Recht hat, sich auf dem Balkan Gebiete anzueignen, führte zu Konflikten, in die schliesslich fast immer alle europäischen Grossmächte irgendwie involviert waren. Da ein Krieg nicht ausgeschlossen war versuchten die einzelnen Staaten ihre Stellung in einem Krieg zu verbessern, indem sie mit anderen Staaten Verteidigungsbündnisse abschlossen. So bildeten sich allmählich zwei Bündnissysteme heraus, das „Entente und das der „Mittelmächte. Stell dir vor, es kommt zu einem Krieg zwischen zwei feindlichen Staaten. Was wären die Folgen davon? (Schreibe deine Antwort zuerst mit Bleistift) Ursachen für den 1. Weltkrieg – was brachte das Fass zum Überlaufen? Zusatzaufgabe – Lektion Ursachen für den 1. Weltkrieg Betrachte die Karikatur und schreibe zu welchen Ländern die Männer gehören (bei den vorgegebenen Linien). Beantworte dann die beiden Fragen (zuerst mit Bleistift). 1. Beschreibe: Was machen die Männer auf der Abbildung? 2. Welche Gefahr wird durch diese Karikatur dargestellt? Land Grossbritannie Frankreich Deutsches Reich Ausganslag Probleme Interessen Situation im Osmanischen Reich: verliert Gebiet um Gebiet, und wird immer schwächer. Balkan-Völker bilden eigene Staaten